Matthias Erzberger

Finanzreformer und Wegbereiter für Demokratie und Frieden

Veranstaltungen im Kreis Biberach an der Riss


 


Vor 100 Jahren in Biberach:
Erzbergers große Friedensrede

Vor genau 100 Jahren – der Erste Weltkrieg war 1917 noch in vollem Gange - forderte der Biberacher Reichstagsabgeordnete Matthias Erzberger in einer politisch brisanten Rede im Kronensaal in Biberach für viele überraschend einen Verständigungsfrieden und stellte sich damit mutig gegen den herrschenden Zeitgeist. Es ging ihm darum, für Deutschland eine große Katastrophe abzuwenden. Wie begründete der prominente Zentrumspolitiker, der einst noch Krieg und Eroberungen befürwortet hatte, seine spektakuläre Wende, die er schon mit der von ihm veranlassten Friedensresolution des Deutschen Reichstages hatte erkennen lassen? Gunther Dahinten trägt Erzbergers große Biberacher Rede, die sogar in Berlin Aufsehen erregte, am Sonntag den 17. September, 18 Uhr in der Volkshochschule Biberach (Raum 25) im Originaltext vor. Die Rede vermittelt einen authentischen Eindruck von der damaligen dramatischen Zeitsituation. Eingeleitet und historisch kommentiert wird der Redevortrag in Erinnerung an das denkwürdige Ereignis in Biberach vor hundert Jahren durch Dr. Alfons Siegel. Der für alle Interessierten offene Abend ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von Volkshochschule und Erzberger-Initiative. - Eintritt i ist frei.


Erzbergers Friedensresolution vor 100 Jahren
und Aussagen des Friedensgutachtens heute

Wie der Friedensprozess Kolumbiens nach dem 50-jährigen Bürgerkrieg im neuen Friedensgutachten beurteilt wird, darüber spricht Ludger Semmelmann am Montag, 10. Juli, 19.30 Uhr in der Kellerschänke des Gasthofs „Grüner Baum“ in Biberach. Zuvor informiert Alfons Siegel über die Rolle des Biberacher Abgeordneten Matthias Erzberger für die Friedensresolution des Reichstages vor 100 Jahren und fasst abschließend Kernaussagen sowie Empfehlungen des aktuellen Friedensgutachtens zu heutigen Herausforderungen zusammen. Die Veranstalter, Arbeitskreis Entwicklungspolitik (AKE), Erzberger-Initiative und Friedensbündnis wollen damit auch zum Ausdruck bringen, wie Friedensarbeit von heute mit dem einstigen Wirken Erzbergers in einer besonderen lokalen Tradition gesehen werden kann, welche Lehren sich für die Gegenwart aus der Geschichte ziehen lassen. Interessierte, auch Nicht-Mitglieder sind willkommen. Eintritt frei.


Dr. Alfons Siegel

Reihe: Vor 100 Jahren

Weltkriegsjahr 1916 – Zäsur und Wende?

Wahrnehmung in Lokalpresse und Feldpost

 Mit den Materialschlachten von Verdun und an der Somme oder der Seeschlacht am Skagerrak erreichte der Erste Weltkrieg vor hundert Jahren besonders traurige Rekorde massenhaften Tötens und Zerstörens. Inwiefern stellt das Jahr 1916 auch sonst eine Zäsur dar, mit der sich eine Wende ankündigte? Wie wurde der verlustreiche Kriegsverlauf zu Hause wahrgenommen und was war für die sogenannte Heimatfront kennzeichnend? Mit Ergebnissen der historischen Forschung, durch Einblicke in die Lokalpresse von damals („Anzeiger vom Oberland“) sowie mit Feldpostbriefen aber auch durch Filmdokumente präsentiert der Referent ein lebendiges Panorama des dritten Weltkriegsjahres. Beispiele aus Biberach und Umgebung vermitteln hier gesammelte Erfahrungen.

 Freitag, 18. November 2016, Beginn: 19.30 Uhr

Volkshochschule Biberach, Raum 25 




Der für 26. 11. 2014 geplante Vortrag „Von der Kriegsbegeisterung zur Ernüchterung. Was zeigen Feldpostbriefe oder Seiten im Anzeiger vom Oberland?“ wurde wegen Erkrankung des Referenten auf folgenden Termin verschoben:

Freitag, 30. Januar 2015, 19.30 Uhr im Raum 25 der Volkshochschule Biberach/Riss.


Von Kriegsbegeisterung zu Ernüchterung

Was sagen lokale Quellen von 1914 dazu?  

Im Rahmen des Biberacher Kulturleitthemas „Vom Krieg zum Frieden (1914/2014)“ lässt Alfons Siegel am Mittwoch, 26. November, 20 Uhr im Raum 25 der Volkshochschule vor allem lokalhistorische Quellen sprechen. Er lenkt den Blick darauf, wie  Begeisterung zu Beginn des Ersten Weltkrieges bald einer Ernüchterung Platz machte und was im Lokalblatt „Anzeiger vom Oberland“ etwa mit Feldpostbriefen, Verlustlisten oder im Anzeigenteil zum Ausdruck kam. Dazu werden nicht nur berührende Beispiele präsentiert, die Biberach betreffen sondern auch umliegende Orte, wie z. B. Warthausen, Ummendorf, Maselheim, Schemmerhofen oder Ingerkingen sowie den Ochsenhausener Raum. Es zeigt sich, dass es für  die Menschen kaum noch möglich war,  ein realistisches Bild über viele Geschehnisse des Krieges zu erhalten, wie sein Elend  auch die Heimat zunehmend  belastete und was versucht wurde, es zu bewältigen.


Rückblick:







Rückblick:



Einladung
zur Namensgebung des Erzberger-Saales

im Gasthof „Grüner Baum“, Biberach
Donnerstag, 20.09.2012, 19.00 Uhr

Am 20. September 2012, dem Geburtstag von Matthias Erzberger, wird der Saal im Obergeschoss des Gasthofs „Grüner Baum“ in Biberach an der Riss nach dem früheren Reichsfinanzminister und Vizekanzler benannt. Hier war er öfters zu Gast; hier hat er auch am 26. Juli 1921 seine vermutlich letzte Biberacher Rede gehalten, bevor er einen Monat später von Rechtsradikalen in Griesbach im Schwarzwald ermordet wurde. Eine kurze Zeitungs-notiz des damaligen Lokalblattes „Anzeiger vom Oberland“ vom 28. Juli 1921 dokumentiert dies:

Programm

Einführung
Dr. Alfons Siegel

Grußworte
Vertreter der Stadt und des Landkreises Biberach

Lied
Gunther Dahinten:
„Die beiden Grenadiere“ (Schumann)

Vortrag
Staats- und Europaminister a.D. Dr. Christoph Palmer:
„Matthias Erzberger – Erinnerung als Auftrag“

Vorstellung der Gedenktafeln
Ludger Semmelmann

Gedankenaustausch
und Imbiss

Anmeldung unter
siegelalfons@t-online.de
möglichst bis zum 17. September 2012 erwünscht.


Erzberger-Film-Trilogie

Wie kam es zur Ermordung Erzbergers?

Film zeigt Hintergründe und gibt Lehren 

Mit dem zu Ende gehenden landesweiten „Erzberger-Jahr 2011“  wird am Sonntag, 11. Dezember, 15.00 – 16.30 Uhr in der Jugendkunstschule Biberach (Hindenburgstraße 34) der Farbfilm „Konterrevolution  - Der Kapp/Lüttwitz-Putsch“ gezeigt. Die realistische Verfilmung der dramatischen Geschehnisse endet mit der Ermordung von Matthias Erzberger. Es wird verdeutlicht, wie die Anfangszeit der Weimarer Republik von Umsturzversuchen bedroht war und  warum der schwäbische Politiker zur besonderen Zielscheibe reaktionärer Kräfte, schließlich zu einem ihrer ersten Opfer wurde. Damit regt der gründlich recherchierte Spielfilm auch zum Lernen aus  Geschichte an -  etwa hinsichtlich wieder verstärkt aufgetretener rechtsradikaler Gewalt! Zudem dürfte die von Adrian Kutter, der Volkshochschule und der Erzberger-Initiative angebotene Veranstaltung gute Impulse zur bewussteren Pflege der lokalen Erinnerungskultur für den einzigen aus  dem Wahlkreis Biberach kommenden und hier begrabenen Reichsminister bieten, der vor 90 Jahren im Schwarzwald ermordet wurde.


So spannend ist Geschichte!

Drei Spielfilme zu Erzberger

Am Samstag, 12. November, 19 Uhr wird im Raum UG 1 der Jugendkunstschule (juks) in Biberach, Hindenburgstraße 34 der erste von drei historischen Spielfilmen gezeigt, in denen der ehemalige Biberacher Reichstagsabgeordnete Matthias Erzberger (dargestellt von Hans Hohlbein) einen wichtigen Platz einnimmt. Dieser erste Teil mit dem Titel „Gewaltfrieden“ führt die bewegende Zeit am Ende des Ersten Weltkrieges dramatisch vor Augen, das Erzberger als Mitglied der Übergangsregierung mit seiner Unterschrift unter den Waffenstillstand herbeigeführt hat. Weitere Themen darin sind die revolutionären Umbrüche, der Versailler Friedensvertrag oder politische Attentate, u.a. ein erstes auf Erzberger. Um dessen Rolle als Reichsfinanzminister und Architekten eines gerechteren Steuersystems geht es dann z.B. im zweiten Teil von „Gewaltfrieden“, der am Samstag, 19. November, 19 Uhr gezeigt wird. Am Sonntag, 11. Dezember, 15 Uhr gibt es dann den dritten und abschließenden Teil der außergewöhnlichen Filmreihe. Er trägt den Titel „Konterrevolution“,  hat z.B. reaktionäre Umsturzversuche am Anfang der Weimarer Republik zum Thema und zeigt den Mord an Matthias Erzberger. Jede der drei Filmvorführungen, die auch einzeln besucht werden können, dauert etwa 90 Minuten. Veranstalter sind Adrian Kutter, Film- und Kinomuseum Baden-Württemberg, die Volkshochschule und die Erzberger-Initiative Biberach. Die Film-Trilogie ist als weiterer Beitrag für das zu Ende gehende landesweite Erzbergerjahr 2011 gedacht, auch um ein tieferes Geschichtsverständnis mit der besonderen Chance lokaler Bezüge zu fördern.

Veranstalter:

Adrian Kutter, Film- u. Kinomuseum BW in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und der Erzberger-Initiative Biberach/Riss.

3 Spielfilme u.a. mit folgenden Inhalten:

1) „Gewaltfrieden“ (Teil 1)

Ende des 1. Weltkrieges, Revolution u. Republik

Samstag, 12. November, 19.00 – 20.30 Uhr

2) „Gewaltfrieden“ (Teil 2)

erste deutsche Demokratie und Versailler Vertrag

Samstag, 19. November, 19.00 – 20.30 Uhr

3) „Konterrevolution …“

Umsturzversuche, Mord an Matthias Erzberger

Sonntag, 11. Dezember, 15.00 – 16.30 Uhr

(Entgelt je Einzelvorführung: 6.00 EUR)


26. August, 17.00 Uhr:

Ökumenisches Gedenken

am 90. Jahrestag der Ermordung

Ort: Magdalenenkirche und Grab Erzbergers auf dem katholischen Friedhof

 


26. August, 20.00 Uhr:

Gedenkrede von

Ministerpräsident a.D. Dr. h.c. Erwin Teufel:

Matthias Erzberger - ein bleibendes Vorbild

Ort: Audimax der Hochschule Biberach, Karlstr.11