Erzberger-Jahr 2011
Veranstaltungen im Kreis Biberach an der Riss
Erzberger-Film-Trilogie
Wie kam es zur Ermordung
Erzbergers?
Film zeigt Hintergründe und gibt Lehren
Mit dem zu Ende gehenden landesweiten „Erzberger-Jahr 2011“ wird am Sonntag, 11. Dezember, 15.00 – 16.30 Uhr in der Jugendkunstschule Biberach (Hindenburgstraße 34) der Farbfilm „Konterrevolution - Der Kapp/Lüttwitz-Putsch“ gezeigt. Die realistische Verfilmung der dramatischen Geschehnisse endet mit der Ermordung von Matthias Erzberger. Es wird verdeutlicht, wie die Anfangszeit der Weimarer Republik von Umsturzversuchen bedroht war und warum der schwäbische Politiker zur besonderen Zielscheibe reaktionärer Kräfte, schließlich zu einem ihrer ersten Opfer wurde. Damit regt der gründlich recherchierte Spielfilm auch zum Lernen aus Geschichte an - etwa hinsichtlich wieder verstärkt aufgetretener rechtsradikaler Gewalt! Zudem dürfte die von Adrian Kutter, der Volkshochschule und der Erzberger-Initiative angebotene Veranstaltung gute Impulse zur bewussteren Pflege der lokalen Erinnerungskultur für den einzigen aus dem Wahlkreis Biberach kommenden und hier begrabenen Reichsminister bieten, der vor 90 Jahren im Schwarzwald ermordet wurde.
So spannend ist Geschichte!
Drei Spielfilme zu Erzberger
Am Samstag, 12. November, 19 Uhr wird im Raum UG 1 der Jugendkunstschule (juks) in Biberach, Hindenburgstraße 34 der erste von drei historischen Spielfilmen gezeigt, in denen der ehemalige Biberacher Reichstagsabgeordnete Matthias Erzberger (dargestellt von Hans Hohlbein) einen wichtigen Platz einnimmt. Dieser erste Teil mit dem Titel „Gewaltfrieden“ führt die bewegende Zeit am Ende des Ersten Weltkrieges dramatisch vor Augen, das Erzberger als Mitglied der Übergangsregierung mit seiner Unterschrift unter den Waffenstillstand herbeigeführt hat. Weitere Themen darin sind die revolutionären Umbrüche, der Versailler Friedensvertrag oder politische Attentate, u.a. ein erstes auf Erzberger. Um dessen Rolle als Reichsfinanzminister und Architekten eines gerechteren Steuersystems geht es dann z.B. im zweiten Teil von „Gewaltfrieden“, der am Samstag, 19. November, 19 Uhr gezeigt wird. Am Sonntag, 11. Dezember, 15 Uhr gibt es dann den dritten und abschließenden Teil der außergewöhnlichen Filmreihe. Er trägt den Titel „Konterrevolution“, hat z.B. reaktionäre Umsturzversuche am Anfang der Weimarer Republik zum Thema und zeigt den Mord an Matthias Erzberger. Jede der drei Filmvorführungen, die auch einzeln besucht werden können, dauert etwa 90 Minuten. Veranstalter sind Adrian Kutter, Film- und Kinomuseum Baden-Württemberg, die Volkshochschule und die Erzberger-Initiative Biberach. Die Film-Trilogie ist als weiterer Beitrag für das zu Ende gehende landesweite Erzbergerjahr 2011 gedacht, auch um ein tieferes Geschichtsverständnis mit der besonderen Chance lokaler Bezüge zu fördern.
Veranstalter:
Adrian Kutter, Film- u.
Kinomuseum BW in
Zusammenarbeit mit der
Volkshochschule
und der
Erzberger-Initiative Biberach/Riss.
3 Spielfilme u.a. mit folgenden Inhalten:
1) „Gewaltfrieden“ (Teil 1)
Ende des 1. Weltkrieges,
Revolution u. Republik
Samstag, 12. November,
19.00 – 20.30 Uhr
2) „Gewaltfrieden“ (Teil 2)
erste deutsche
Demokratie und Versailler Vertrag
Samstag, 19. November,
19.00 – 20.30 Uhr
3)
„Konterrevolution …“
Umsturzversuche, Mord an
Matthias Erzberger
Sonntag, 11. Dezember,
15.00 – 16.30 Uhr
(Entgelt je
Einzelvorführung: 6.00 EUR)
Rückblick:
26. August, 17.00 Uhr:
Ökumenisches Gedenken
am 90. Jahrestag der Ermordung
Ort: Magdalenenkirche und Grab Erzbergers auf dem katholischen Friedhof
26. August, 20.00 Uhr:
Gedenkrede von
Ministerpräsident a.D. Dr. h.c. Erwin Teufel:
Matthias Erzberger - ein bleibendes Vorbild
Ort: Audimax der Hochschule Biberach, Karlstr.11